In Begleitung von Ärzt*innen und Kinderpflegekräften verschaffte sich der Regierungspräsident ein persönliches Bild von der Arbeit der Kleinen Riesen und einen kleinen Einblick in die Lebenswirklichkeit von betreuten Familien. Das KinderPalliativTeam versorgt schwerstkranke Kinder medizinisch, pflegerisch und psychosozial im häuslichen Umfeld – mit dem Ziel, Lebensqualität und Entlastung für die gesamte Familie zu ermöglichen.
„Ich wollte wissen, wie der Alltag von Familien mit einem schwerstkranken Kind aussieht und mit welchen Problemstellungen die Familien zu kämpfen haben“, beschreibt Weinmeister seine Motivation. „Herr Weinmeister hat den Wunsch geäußert, unsere Arbeit in einem geschützten Rahmen authentisch mitzuerleben. Diese Erfahrung haben wir ihm gerne ermöglicht“, erklärt der Gesellschafter und Leiter des KinderPalliativTeams, Dr. Thomas Voelker. Der Besuch unterstreicht die Bedeutung der spezialisierten Versorgung für schwerstkranke Kinder und ihre Familien und würdigt zugleich die engagierte Arbeit der beteiligten Fachkräfte.
Die Familien zeigten sich dankbar für den Besuch und die Anerkennung. „Wir fühlen uns gesehen – das bedeutet uns sehr viel“, sagt eine Mutter, dessen Pflegekind an einer Mehrfachbehinderung leidet und eine lebenslimitierende Diagnose hat. „Die Begegnungen und Gespräche an den zwei Tagen haben mich tief berührt. Ich habe Eltern erlebt, die trotz Sorgen und Nöten unglaublichen Mut zeigen – das bewegt mich nachhaltig“, so Weinmeister. „Mir ging es bei meinem Besuch vor allem auch um Sichtbarkeit für dieses in der Öffentlichkeit noch immer stark tabuisierte Thema. Meinen großen Dank daher an die engagierten Mitarbeitenden der Kleinen Riesen, die die Familien hervorragend unterstützen.“
Eine andere Mutter lobte das Team für dessen ständige Unterstützung, besonders in belastenden Situationen. „Wir hören zu und begleiten so, wie es von den Familien gebraucht wird. Wenn wir nicht mehr heilen können, dann können wir lindern. Und wenn wir nicht lindern können, dann können wir trösten. Und wenn wir nicht trösten können, dann sind wir immer noch da“, ergänzt Dr. Voelker.
Mit seinem Besuch setzt Regierungspräsident Mark Weinmeister ein deutliches Zeichen für die Wichtigkeit der ambulanten Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen in der Fläche – und ruft dazu auf, die Arbeit dieser Teams auch politisch und gesellschaftlich weiter zu stärken.




